1 glatt, 3 verklärt
Österreich beschäftigt sich derzeit mit den Fragen:
Muss eine Familienministerin Kinder haben, oder sie zumindest mögen?
Darf eine Gesundheitsministerin übergewichtig sein und rauchen?
Andrea Kdolsky hat keinen leichten Start in ihr Amt. Dass sie gerne Schweinsbraten isst und gelegentlich raucht, macht sie dem Durchschnittsbürger ja eher sympathisch. Dass sie aber "ein gehöriges kritisches Potenzial" hat, wenn "Kinder in unangenehmer Weise in ihr Leben intervenieren" nimmt man ihr übel. Dabei meint sie es doch nicht böse... sie wehrt sich als Kinderlose nur gegen die "Verklärung der Mutterschaft".
Liebe Frau Bundesminister, nach meiner Erfahrung kann man Mutterschaft nur so lange verklären, wie man keine Kinder hat. Was zu dem paradoxen Ergebnis führt, dass eine kinderarme Gesellschaft die Kleinfamilie immer mehr verklärt.
Manche Kinderlose - ob zufällig Familienministerin oder nicht - sieht sich dadurch ins Eck gedrängt und bläst zum Angriff. O-Ton Kdolsky: "Wenn ich einen Abend in einem Nobellokal genießen will, wenn ich im Flugzeug nach New York sitze - dann kann mir ein schreiendes Kind einiges vermiesen".
Wir unverklärten Mütter können das durchaus nachvollziehen. Am schlimmsten ist es, ich schwöre, wenn das eigene Kind brüllt. Man ist dann nahe daran, sich von seinem Beitrag zur Erhaltung der Menschheit und zum Generationenvertrag kurzzeitig zu distanzieren.
In Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium müßte sich doch ein Schalldämpfer für den Kindermund entwickeln lassen. Oder wir führen statt Nichtraucherecken eben Nichtelternecken ein.
Langsam begreife ich allerdings, warum diese Kinder im Nobelrestaurant und beim Transatlantikflug so schreien: Weil eine Politikerin in unangenehmer Weise in ihr Leben interveniert.
Muss eine Familienministerin Kinder haben, oder sie zumindest mögen?
Darf eine Gesundheitsministerin übergewichtig sein und rauchen?
Andrea Kdolsky hat keinen leichten Start in ihr Amt. Dass sie gerne Schweinsbraten isst und gelegentlich raucht, macht sie dem Durchschnittsbürger ja eher sympathisch. Dass sie aber "ein gehöriges kritisches Potenzial" hat, wenn "Kinder in unangenehmer Weise in ihr Leben intervenieren" nimmt man ihr übel. Dabei meint sie es doch nicht böse... sie wehrt sich als Kinderlose nur gegen die "Verklärung der Mutterschaft".
Liebe Frau Bundesminister, nach meiner Erfahrung kann man Mutterschaft nur so lange verklären, wie man keine Kinder hat. Was zu dem paradoxen Ergebnis führt, dass eine kinderarme Gesellschaft die Kleinfamilie immer mehr verklärt.
Manche Kinderlose - ob zufällig Familienministerin oder nicht - sieht sich dadurch ins Eck gedrängt und bläst zum Angriff. O-Ton Kdolsky: "Wenn ich einen Abend in einem Nobellokal genießen will, wenn ich im Flugzeug nach New York sitze - dann kann mir ein schreiendes Kind einiges vermiesen".
Wir unverklärten Mütter können das durchaus nachvollziehen. Am schlimmsten ist es, ich schwöre, wenn das eigene Kind brüllt. Man ist dann nahe daran, sich von seinem Beitrag zur Erhaltung der Menschheit und zum Generationenvertrag kurzzeitig zu distanzieren.
In Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium müßte sich doch ein Schalldämpfer für den Kindermund entwickeln lassen. Oder wir führen statt Nichtraucherecken eben Nichtelternecken ein.
Langsam begreife ich allerdings, warum diese Kinder im Nobelrestaurant und beim Transatlantikflug so schreien: Weil eine Politikerin in unangenehmer Weise in ihr Leben interveniert.
workingmama - 20. Jan, 19:36