8
Sep
2008

Über die Übelkeit

Wenn man in der 10. Woche ist, sagen alle, es endet in der 12.
Hat man die hinter sich gebracht, schauen sie mitleidig und sagen, bei manchen dauert es bis zur 16. Woche.
In der 16. Woche werden die Blicke verständnislos und sie fragen, ob es beim ersten Mal auch so schlimm war. (Nein.)
Und danach erntet man nur mehr ein Grinsen und: "Ich will dich ja nicht schrecken, aber meine Cousine hat auf dem Weg in den Kreißsaal das letzte Mal gek**zt."

Wie muss man sich Schwangerschaftsübelkeit vorstellen? Etwa so, als wäre im Magen ein aufgeblasener Ballon, und gleichzeitig rund um Magen und Speiseröhre ein metallenes Korsett. Egal, was man isst, man kann sich nich vorstellen, wo es Platz haben soll. Isst man jedoch nichts, nimmt der metallische Geschmack im Mund überhand und ruft Würgen hervor.

Was an der Sache erstaunlich ist: Weltweit werden pro Minute 150 Menschen geboren. Das bedeutet 80,5 Millionen Schwangerschaften jährlich. Wenn nur jeder zweiten Schwangeren nur zwei Monate lang übel ist, rennen in dieser Minute sechs Millionen Frauen aufs Klo...

Und da gibt es nichts dagegen?

Wären Männer betroffen, hätten sie sich bestimmt schon etwas einfallen lassen. So entwickeln sie lieber Botschaften für Außerirdische, skurrile Sportarten und Schweinsstelze für die Molekularküche.
Und wir Frauen vergessen, sobald es vorbei ist, wie schlimm es war, weil sich sonst selbst Maulesel häufiger vermehren würden als wir.

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